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Southern Pecan Pie - nussige Köstlichkeit aus dem Süden der USA

Pecan Pie © Cheryl Davis - Fotolia.comZu den bekanntesten Spezialitäten der Südstaaten-Küche gehört der Southern Pecan Pie. Dieser gehaltvolle Nusskuchen ist in vielen Familien fester Bestandteil der traditionellen Menüs an Feiertagen wie Thanksgiving oder Weihnachten. Ähnlich wie eine französische Tarte besteht der Southern Pecan Pie aus einem Mürbteigboden, der mit einer feinen Füllung aus Pekannüssen ausgekleidet wird. Die Pekannuss war bis vor kurzem in Europa kaum bekannt. Sie ist eine nahe Verwandte der Walnuss und seit Urzeiten im Süden der USA heimisch. Pekannüsse sind nahrhaft und gesund. Sie schmecken leicht süßlich und sind etwas milder als Walnüsse.
Die Verwandtschaft mit der Tarte verweist auf die historischen Wurzeln des Southern Pecan Pie: Bald nach ihrer Ankunft erfuhren die französischen Siedler in New Orleans von den benachbarten Indianerstämmen, dass überall in der Umgebung wilde Nussbäume mit schmackhaften Früchten wuchsen. Für die Indianer war die Pekannuss seit jeher ein wichtiges Lebensmittel, das ihnen half die harten Winter zu überstehen. Schnell hielt die Pekannuss nun auch Einzug in die französisch geprägte Küche der Siedler und es entstanden Köstlichkeiten wie der Southern Pecan Pie. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Pekannuss bei den Einwanderern so beliebt, dass bald die ersten Pekan-Plantagen entstanden. Heute werden auf den Plantagen im Süden der USA jährlich 150 000 bis 200 000 Tonnen Pekannüsse geerntet, das sind etwa 90 % der Weltproduktion.
Für einen traditionellen Southern Pecan Pie braucht man zwei spezielle Zutaten, die nicht immer einfach zu bekommen sind: Pekannüsse und Maissirup.


Die nussige Köstlichkeit aus dem Süden der USA: Southern Pecan PieDPekannüsse gibt es in gut sortierten Bioläden und Reformhäusern, immer häufiger – zumindest in der Herbst- und Wintersaison – auch im Supermarkt. Oft sind Pekannüsse aber geröstet und gesalzen, also nicht geeignet zur Zubereitung einer süßen Köstlichkeit. Man kann die gerösteten Nüsse trotzdem verwenden, wenn man sie zunächst für ein bis zwei Stunden in lauwarmem Wasser einweicht und sie anschließend sorgfältig abspült und trocknen lässt. Eine andere Möglichkeit ist die Pekannüsse durch Walnüsse zu ersetzen. Ein solcher „Walnut Pie“ ist allerdings deutlich herber im Geschmack.
Maissirup ist in den USA das günstigste Süßungsmittel und überall erhältlich. Bei uns ist Maissirup eher selten zu finden. Man erhält ihn in manchen Bioläden und Reformhäusern, gelegentlich auch im Regal für „internationale Spezialitäten“ im Supermarkt. Wer keinen Maissirup bekommt, kann stattdessen Ahornsirup oder Rübenkraut verwenden.
Wer selbst einen Southern Pecan Pie backen möchte, findet hier ein traditionelles Rezept. Die Zutatenmengen sind, wie in Amerika üblich, in „Tassen“ angegeben. Dabei entspricht eine Tasse etwa 230 ml, also einem großen Kaffebecher.
Für den Tarteboden: 2 Tassen Mehl, ½ Teelöffel Salz, ¾ Tasse kalte Butter oder Margarine, etwa ½ Tasse kaltes Wasser gründlich zu einem glatten Teig verkneten, abgedeckt für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Boden und Rand einer Tarteform (24 cm) mit dem dünn ausgerollten Teig auslegen.

Für die Füllung: 4 Eier, ¾ Tasse brauner Zucker, ½ Teelöffel Salz, 1 ½ Tassen Maissirup, ¼ Tasse zerlassene Butter, 1 Teelöffel Vanillezucker mit dem Mixer lange rühren, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entstanden ist. 1 ½ Tassen Pekannuss-Hälften auf dem Tarte-Boden auslegen. Mit der Creme übergießen und im vorgeheizten Backofen bei 175° C etwa 45 Minuten backen.