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Paella - Das Nationalgericht der spanischen Ostküste

© iNNOCENt - Fotolia.comPaella ist ein Reisgericht, dass auf der Region Valencia kommt und auch heute noch dort viel zubereitet wird. Das Wort leitet sich vom lateinischen "patella" (flache Schüssel aus Metall) ab. Der Name hat also viel mit der Zubereitungsart gemeinsam. Das Gericht genießt in Spanien einen hohen Bekanntheitsgrad und hat dadurch bis heute eine große Verbreitung erzielt, unterscheidet sich jedoch regional in seiner Zubereitung sehr stark.
Wie bereits an der Ableitung des lateinischen Begriffs zu erkennen, wird Paella traditionell nicht in einem Topf oder einer simplen Pfanne zubereitet. Es gibt eine spezielle Paella Pfanne, die "Paellera". Diese zeichnet sich durch ihre große, kreisrunde, flache Form aus. Es gibt viele Variationen von Paelleras aus Ton, Stahl bis zum Edelstahl oder Aluminium. Am weitesten verbreitet ist jedoch die traditionelle Form aus Stahlblech. Paelleras sind jedoch nicht spülmaschinengeeignet, was die Reinigung für unsere Verhältnisse recht aufwendig macht. Sie rosten sehr schnell und müssen deshalb sofort abgetrocknet und nachbehandelt werden, damit sie erhalten bleiben.


Paella La Parrilla RestaurantDie "Paella Valenciana" in ihrer Ursprungsform besteht aus gelb gefärbtem Reis. Dann werden rote Paprika, grüne Bohnen und geriebene Tomaten beigegeben. Als Fleisch werden entweder Schweinerippe, Huhn oder Kaninchen hinzugegeben. Das Fleisch wird dazu vorher in Stücke gehackt, der Knochen jedoch vorher nicht entfernt. Die nötige Würze erhält das Gericht durch Safran, Salz und kurz vorm Servieren zugefügte Rosmarinzweige. (Diese werden dann jedoch wieder entfernt.)
Für die Zubereitung wird zunächst Öl in einer Paella Pfanne erhitzt. Daraufhin wird das Fleisch angebraten, bis es fast gar ist und anschließend die Tomaten werden auf einer Reibe direkt auf das Fleisch zerrieben. Dann folgt die Beigabe des restlichen Gemüses, welches noch einmal 10 Minuten in der Pfanne bleibt. Zu guter letzt folgt die Beigabe von Reis und dann Wasser oder Brühe. Ab diesem Zeitpunkt sollte das Gericht ruhen. Nun kocht die Paella, wobei sie anschließend noch einmal 8 bis 10 Minuten abgedeckt ruht. Dann wird sie mit Zitronensaft betröpfelt und serviert.


Paella ist ein Gericht, bei dem die Tradition groß geschrieben wird. Es wird meist am Wochenende auf einem im freien errichteten Feuer mit einem Eisengestell zubereitet, das dann direkt mit der Pfanne im Feuer steht. Es herrscht allgemein die Meinung, dass man Paella am besten Mittag verzehrt, weil es abends zu schwer im Magen liegt. Verzehrt wird es mit der gesamten Familie, meist direkt aus der Pfanne und unter Weißbrot als Beigabe. Fälschlicherweise wird Paella oftmals als Nationalgericht Spaniens bezeichnet. Dies ist jedoch ein Irrtum, da das Gericht aus dem Bereich der spanischen Ostküste, nahe Valencia kommt und auch hauptsächlich dort verbreitet ist.