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Paella - Das Nationalgericht der spanischen Ostküste
Paella
ist ein Reisgericht, dass auf der Region Valencia kommt und auch heute
noch dort viel zubereitet wird. Das Wort leitet sich vom lateinischen
"patella" (flache Schüssel aus Metall) ab. Der Name hat also viel
mit der Zubereitungsart gemeinsam. Das Gericht genießt in Spanien
einen hohen Bekanntheitsgrad und hat dadurch bis heute eine große
Verbreitung erzielt, unterscheidet sich jedoch regional in seiner
Zubereitung sehr stark.
Wie bereits an der Ableitung des lateinischen Begriffs zu erkennen,
wird Paella traditionell nicht in einem Topf oder einer simplen Pfanne
zubereitet. Es gibt eine spezielle Paella Pfanne, die "Paellera". Diese
zeichnet sich durch ihre große, kreisrunde, flache Form aus. Es
gibt viele Variationen von Paelleras aus Ton, Stahl bis zum Edelstahl
oder Aluminium. Am weitesten verbreitet ist jedoch die traditionelle
Form aus Stahlblech. Paelleras sind jedoch nicht
spülmaschinengeeignet, was die Reinigung für unsere
Verhältnisse recht aufwendig macht. Sie rosten sehr schnell und
müssen deshalb sofort abgetrocknet und nachbehandelt werden, damit
sie erhalten bleiben.
Die
"Paella Valenciana" in ihrer Ursprungsform besteht aus gelb
gefärbtem Reis. Dann werden rote Paprika, grüne Bohnen und
geriebene Tomaten beigegeben. Als Fleisch werden entweder
Schweinerippe, Huhn oder Kaninchen hinzugegeben. Das Fleisch wird dazu
vorher in Stücke gehackt, der Knochen jedoch vorher nicht
entfernt. Die nötige Würze erhält das Gericht durch
Safran, Salz und kurz vorm Servieren zugefügte Rosmarinzweige.
(Diese werden dann jedoch wieder entfernt.)
Für die Zubereitung wird zunächst Öl in einer Paella
Pfanne erhitzt. Daraufhin wird das Fleisch angebraten, bis es fast gar
ist und anschließend die Tomaten werden auf einer Reibe direkt
auf das Fleisch zerrieben. Dann folgt die Beigabe des restlichen
Gemüses, welches noch einmal 10 Minuten in der Pfanne bleibt. Zu
guter letzt folgt die Beigabe von Reis und dann Wasser oder Brühe.
Ab diesem Zeitpunkt sollte das Gericht ruhen. Nun kocht die Paella,
wobei sie anschließend noch einmal 8 bis 10 Minuten abgedeckt
ruht. Dann wird sie mit Zitronensaft betröpfelt und serviert.
Paella ist ein Gericht, bei dem die Tradition groß geschrieben
wird. Es wird meist am Wochenende auf einem im freien errichteten Feuer
mit einem Eisengestell zubereitet, das dann direkt mit der Pfanne im
Feuer steht. Es herrscht allgemein die Meinung, dass man Paella am
besten Mittag verzehrt, weil es abends zu schwer im Magen liegt.
Verzehrt wird es mit der gesamten Familie, meist direkt aus der Pfanne
und unter Weißbrot als Beigabe. Fälschlicherweise wird
Paella oftmals als Nationalgericht Spaniens bezeichnet. Dies ist jedoch
ein Irrtum, da das Gericht aus dem Bereich der spanischen
Ostküste, nahe Valencia kommt und auch hauptsächlich dort
verbreitet ist.
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